Freelancer-Stundensatz-Rechner

Mit diesem Rechner verwandeln Sie Ihr Einkommensziel in den Stunden- und Tagessatz, den Sie als Freelancer wirklich verlangen müssen – inklusive Steuer, Betriebskosten, unbezahlter freier Zeit und der vielen nicht abrechenbaren Stunden für Akquise und Verwaltung.

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Was dieser Rechner macht

Viele Freelancer orientieren sich nur an den Sätzen anderer oder teilen ein Wunschgehalt durch die Jahresstunden. Beides führt fast immer zu zu niedrigen Honoraren, weil Steuer, Betriebskosten und die viele unbezahlte Zeit fehlen. Dieser Rechner geht den umgekehrten Weg: Sie nennen das Einkommen, das Sie behalten wollen, und er rechnet Steuer, Kosten und einen Gewinnaufschlag hinzu, geteilt durch Ihre realistisch abrechenbaren Stunden.

Geeignet für Freelancer, Selbstständige und Berater, die nach Stunde oder Tag abrechnen – zum Festlegen eines neuen Satzes, zur Begründung einer Erhöhung oder zur Prüfung eines Projektangebots.

So nutzen Sie diesen Rechner

  1. Geben Sie das Nettoeinkommen ein, das Sie behalten möchten.
  2. Ergänzen Sie Betriebskosten und Ihren effektiven Steuersatz.
  3. Tragen Sie realistische abrechenbare Stunden und freie Wochen ein.
  4. Ergänzen Sie einen Gewinnaufschlag und die Stunden pro Tag.
  5. Klicken Sie auf Berechnen.

Formel und Methode

Abrechenbare Stunden/Jahr = Stunden/Woche × (52 − freie Wochen)
Benötigtes Brutto         = Netto ÷ (1 − Steuersatz)
Jahresumsatz              = (Brutto + Kosten) × (1 + Gewinn %)
Stundensatz               = Jahresumsatz ÷ abrechenbare Stunden
Tagessatz                 = Stundensatz × Stunden/Tag

Beispielrechnung

55.000 € netto, 9.000 € Kosten, 30 % Steuer, 25 Std./Woche, 6 freie Wochen, 10 % Gewinn:

  • Abrechenbare Stunden/Jahr = 25 × 46 = 1.150.
  • Benötigtes Brutto = 55.000 € ÷ 0,70 ≈ 78.571 €.
  • Jahresumsatz ≈ (78.571 € + 9.000 €) × 1,10 ≈ 96.329 €.
  • Stundensatz ≈ 84 €, Tagessatz ≈ 670 €.

Häufige Fehler

  • 40 Stunden pro Woche abrechnen. Unrealistisch – nutzen Sie echte abrechenbare Stunden.
  • Steuer und Vorsorge vergessen. Beides selbst zu tragen erhöht den nötigen Satz.
  • Freie Zeit ignorieren. Urlaub und Krankheit müssen die Arbeitswochen mitfinanzieren.
  • Kein Gewinnaufschlag. Wer nur kostendeckend kalkuliert, hat keine Reserve.

Grenzen dieses Rechners

  • Schätzt einen Mindestsatz; der Markt erlaubt manchmal mehr (oder weniger).
  • Verwendet einen pauschalen Steuersatz – Ihre echte Steuer hängt von vielen Faktoren ab.
  • Bildet keine wertbasierten Honorare, Retainer oder Pauschalpreise ab.

Häufige Fragen

Wie berechne ich meinen Stundensatz als Freelancer?

Rechnen Sie rückwärts vom gewünschten Nettoeinkommen. Schlagen Sie die Steuer und Ihre Betriebskosten auf, um den nötigen Jahresumsatz zu erhalten, und teilen Sie diesen durch die tatsächlich abrechenbaren Stunden im Jahr. Da viel Zeit unbezahlt für Akquise und Verwaltung draufgeht, liegt Ihr Satz höher als ein einfacher „Gehalt ÷ Stunden“-Wert.

Warum ist mein Satz höher als ein Angestelltenlohn?

Angestellte werden für die volle Woche bezahlt; Freelancer nur für abrechenbare Stunden und müssen Steuer, Ausrüstung, Versicherungen, Krankheits- und Urlaubstage sowie die Akquise selbst tragen. Ein Satz, der nur ein Gehalt abbildet, lässt Sie schlechter dastehen.

Wie viele abrechenbare Stunden sind realistisch?

Die meisten Vollzeit-Freelancer rechnen 20–30 von 40 Wochenstunden ab. Der Rest entfällt auf Marketing, Angebote, Rechnungen und Weiterbildung. Eine ehrliche Einschätzung dieser Auslastung ist der wichtigste Faktor für einen tragfähigen Satz.

Soll ich Steuern in den Satz einrechnen?

Ja. Als Selbstständiger zahlen Sie Einkommensteuer selbst (und ggf. Kranken-/Rentenversicherung). Geben Sie Ihren effektiven Steuersatz an, damit der Rechner das Ziel hochrechnet – sonst fehlt am Ende die Steuer.

Wofür ist der Gewinnaufschlag?

Der Gewinnaufschlag ist eine Marge über die reine Kostendeckung hinaus – für Wachstum, schwache Monate und Rücklagen. Schon 10–15 % erhöhen Ihre Widerstandsfähigkeit deutlich.

Wie wird aus dem Stundensatz ein Tagessatz?

Multiplizieren Sie den Stundensatz mit den abrechenbaren Stunden pro Tag (oft 8). Viele Kunden bevorzugen bei längeren Projekten Tagessätze.

Haftungsausschluss

Dieser Rechner liefert allgemeine Schätzungen ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzt keine steuerliche, rechtliche oder finanzielle Beratung. Vorschriften, Sätze und Grenzwerte ändern sich häufig und hängen von den individuellen Umständen ab. Prüfen Sie die Werte stets bei der zuständigen Behörde oder einer qualifizierten Fachperson, bevor Sie handeln.

Sources & references:Bundesfinanzministerium – Informationen für Selbstständige